Stimmt Rebranding: Mehr als nur ein Kleid

Manch­mal sieht man Klei­der in einem Stil, der einem schon immer gut gefal­len hat. Bis zur Anschaf­fung aber war­tet man, bis es an der Zeit für ein neu­es Out­fit ist.

Bei Stimmt war es jetzt Zeit. Und wir wären nicht Stimmt, wenn wir ein­fach in den nächs­ten Laden gelau­fen wären und uns etwas Tren­di­ges gekauft hät­ten. Wir haben uns an unser selbst ent­wi­ckel­tes «4 gewinnt» Frame­work gehal­ten.

1. Defi­nie­re dei­ne Mar­ken­po­si­tio­nie­rung

Wir haben intern Asso­zia­tio­nen abge­fragt, unse­re Fir­men­vi­si­on und Mis­si­on geschärft, die Kon­kur­renz gescreent, Kli­en­ten befragt und zu einer Mar­ken­iden­ti­tät gefun­den, die uns aus­macht und dif­fe­ren­ziert. Wir Part­ner, Ste­fan Leut­hold und ich, hat­ten dabei nicht das Gefühl, etwas Neu­es zu schaf­fen. Wir haben statt­des­sen die Essenz unse­rer Fir­ma und unse­rer Über­zeu­gung her­aus­ge­schält und mit Mar­ken­at­tri­bu­ten unter­stri­chen. Die­se Befrie­di­gung wür­den wir man­chen unse­rer Kli­en­ten auch wün­schen. Wir erle­ben immer wie­der, dass das Image nicht den Ambi­tio­nen eines Unter­neh­mens ent­spricht oder der erklär­te Unter­neh­mens­zweck zu wenig mit dem effek­ti­ven All­tag zu tun hat.

2. Das Mar­ken­ver­spre­chen kom­mu­ni­zie­ren

«Die gute Vor­ar­beit hat uns gehol­fen, uns rich­tig zu fokus­sie­ren und effi­zi­ent zu trag­fä­hi­gen Vor­schlä­gen zu kom­men», meint Arne Keu­ne­cke, Part­ner bei unse­rer Hausagen­tur «Gol­de­ner Wes­ten» aus Ber­lin. Das Team hat bei uns in Zürich Mee­tings mit­ge­macht und uns zu Kli­en­ten­ge­sprä­chen beglei­tet, um zu ver­ste­hen, was uns aus­macht. Und so ist unser Webauf­tritt nun schwarz und weiss, weil wir als Exper­ten kla­re Aus­sa­gen mögen. Wir ver­wen­den trotz­dem noch Sym­bo­le, weil wir uns nicht hin­ter tro­cke­ner Typo­gra­phie ver­ste­cken wol­len. Wir nut­zen prag­ma­ti­sch die Sys­tem­schrift Geor­gia, damit unse­re Kli­en­ten rei­bungs­los mit uns zusam­men­ar­bei­ten kön­nen. Wir haben die Sprech­bla­sen unse­rer Power-Points ins Logo inte­griert, um einen Dia­log zu star­ten. Er stand ja immer bei Stimmt im Zen­trum – nun auch auf der Web­site.

3. Das Mar­ken­ver­spre­chen ein­lö­sen

Da wir den Mar­ken­kern nur her­aus­ge­schält und nicht umge­stal­tet haben, fällt uns die Umset­zung in unse­re Inter­ak­tio­nen leicht. Die Ver­an­ke­rung im Unter­neh­men durch mar­ken­kon­for­mes Ver­hal­ten ist bei Stimmt ein Selbst­läu­fer. Beha­vio­ral Bran­ding ent­steht auto­ma­ti­sch, wenn die Fir­men­wer­te mit den Mar­ken­wer­ten über­ein­stim­men.  Es hat sich doch gelohnt, in der Stra­te­gie­er­ar­bei­tung sorg­fäl­tig und kun­den­ori­en­tiert vor­zu­ge­hen! In unse­rer Para­de­dis­zi­plin des Cust­o­m­er Expe­ri­en­ce Designs waren wir aller­dings ein wenig zu selbst­si­cher. Die ers­ten Mock-Ups der neu­en Web­site haben wir mit Kli­en­ten getes­tet. Und sie sind durch­ge­fal­len. Wir sind dem klas­si­schen Irr­tum erle­gen, unse­re eige­nen Vor­stel­lun­gen für die der Kun­den zu hal­ten. Die 2. Ite­ra­ti­on basier­te dann auf den wah­ren Bedürf­nis­sen unse­rer Kli­en­ten: Weni­ger Selbst­be­weih­räu­che­rung, schnell zum Punkt kom­men, bewei­sen, dass man’s kann. Das genügt unse­rer pri­mä­ren Per­so­na, die uns schon kennt und die Orga­ni­sa­ti­on von uns über­zeu­gen muss. Auch klar ist: Die Web­site ist nur eine Sta­ti­on der Cust­o­m­er Jour­ney. Ande­re Touch­points, ande­re inter­ne Pro­zes­se müs­sen mit ihr abge­stimmt sein. Mul­ti-Chan­nel-Manage­ment sagt man dem ja heu­te.

4. Die Mar­ken­per­for­man­ce mes­sen

Wir sind sehr gespannt auf die Mess­wer­te. Wir freu­en uns auf jeden Fall auf Feed­back. Und auf neue Pro­jek­te.

Schon jetzt aber haben wir an Erkennt­nis­sen gewon­nen:

  • Eine Mar­ke muss aus der Iden­ti­tät einer Fir­ma her­aus ent­ste­hen und gleich­zei­tig für Kli­en­ten und Mit­ar­bei­ten­de Sinn machen und geben.
  • Es lohnt sich, eine Mar­ken­iden­ti­tät struk­tu­riert zu erar­bei­ten. Das «4 gewinnt» Frame­work hat sich auch bei uns bewährt.
  • Die Umset­zung einer Mar­ke gelingt nur in engem Zusam­men­spiel mit einer Agen­tur. Ein, zwei oder drei Vor­schlä­ge rei­chen nicht aus, um dem Poten­ti­al einer Mar­ke gerecht zu wer­den.
  • Eine Mar­ke erleb­bar zu machen und die rich­ti­gen Asso­zia­tio­nen zu wecken heisst: Mit­ar­bei­ten­de müs­sen ver­ste­hen, was die Mar­ke in ihrem täg­li­chen Leben bedeu­tet. Aus­ser­dem müs­sen Touch­points aus Sicht der Kun­den gestal­tet wer­den.

Nach die­ser Selbst­er­fah­rung sind wir davon über­zeugt, dass unser Weg zu nach­hal­tig bes­se­ren Mar­ken führt. Und damit zu einer noch viel bes­se­ren Welt. ;)

Ihr Ansprechpartner für Fragen und weitere Informationen:

Glenn Oberholzer
glenn.oberholzer@stimmt.ch
+41 76 585 75 39