Bankwerker 2.0: Die Strategie der Bank Thalwil mit Kundenfokus gestalten

Ein Interview mit Sandro Meichtry, CEO/Vorsitzender der Geschäftsleitung der Bank Thalwil und Glenn Oberholzer, Partner Stimmt AG

Bankwerker 2.0 Interview Sandro Meichtry & Glenn Oberholzer

Die Bank Thal­wil Genos­sen­schaft stellt sich für die Zukunft auf. Der neue CEO San­dro Meich­try setzt bei die­sem Pro­zess auf die Kom­pe­tenz von Stimmt und ent­wi­ckelt gemein­sam mit den Exper­ten für Kun­den­fo­kus in 3 Mona­ten die «Stra­te­gie 2020ff.» mit kon­se­quen­tem Blick auf die Kun­den und die Zukunft.

Wie man Kun­den­be­dürf­nis­se und Trends fun­diert und doch prag­ma­tisch in die Stra­te­gie ein­bet­tet, dar­über habe ich mit San­dro Meich­try und Glenn Ober­hol­zer gespro­chen:

Andrea: San­dro, du bist sozu­sa­gen mit der Coro­na Kri­se CEO der Bank Thal­wil gewor­den. Wie waren dei­ne ers­ten 100 Tage?

San­dro: Natür­lich tur­bu­lent. Aber ich bin ja schon meh­re­re Jah­re bei der Bank Thal­wil, und auch den Über­ga­be­pro­zess haben mein Vor­gän­ger Andre­as Fuchs und ich von lan­ger Hand geplant. Somit war und ist die­se aus­ser­or­dent­li­che Lage auch ein wert­vol­ler ers­ter Schritt in mei­ne neue Rol­le, der mir zeigt, dass wir uns als Team hun­dert­pro­zen­tig auf­ein­an­der ver­las­sen kön­nen. Wir wis­sen jetzt aus­ser­dem, dass wir mit unse­rer Stra­te­gie sehr gut auf­ge­stellt sind und sowohl Pri­vat- wie Fir­men­kun­den zuver­läs­sig zur Sei­te ste­hen kön­nen.

Andrea: Bis im Febru­ar habt Ihr ja zusam­men mit Stimmt eure Stra­te­gie erar­bei­tet. Wie­so mit Stimmt?

San­dro: Weil es ein­fach sofort pass­te: Glenn ver­stand uns von Anfang an genau. Sein Vor­schlag, die Stra­te­gie eng zusam­men mit dem gesam­ten Füh­rungs­team zu erar­bei­ten und mit Kun­den zu tes­ten, war genau das, was wir brauch­ten. In der Zusam­men­ar­beit schätz­ten wir dann die vie­len Jah­re Erfah­rung im Bereich der Kun­den­zen­trie­rung und Stra­te­gie­ent­wick­lung. Glenn und sein Team konn­ten unse­re Ein­schät­zun­gen gezielt immer wie­der hin­ter­fra­gen und Erfah­run­gen aus der Finanz­in­dus­trie und auch aus ande­ren Bran­chen ein­brin­gen. Sei­ne Inputs sowie auch das akti­ve Ein­ho­len von Kun­den­mei­nun­gen haben uns im Pro­zess der Stra­te­gie­ent­wick­lung enorm wei­ter­ge­bracht.

Andrea: Glenn, du hast das Pro­jekt als Part­ner beglei­tet. Wie war es für dich?

Glenn: Geni­al. Nicht nur inhalt­lich konn­ten wir wirk­lich Mehr­wert brin­gen, son­dern auch durch unser struk­tu­rier­tes Vor­ge­hen, den krea­ti­ven Ansatz und das Tes­ten mit Kun­den. Auch mensch­lich und von der Phi­lo­so­phie her pass­te es super: Wir konn­ten zusam­men mit viel Spass und unheim­li­cher Ener­gie etwas sehr Wert­vol­les gestal­ten, das zur Bank Thal­wil passt.

Andrea: Im Stra­te­gie­pro­zess habt ihr eure Kun­den direkt ein­ge­bun­den. Wie waren die Reak­tio­nen?

San­dro: Für vie­le Kun­den war es ein Ver­trau­ens­be­weis, und sie freu­ten sich Teil der Stra­te­gie­ent­wick­lung zu sein. Unse­re Kun­den schätz­ten die offe­ne, kon­struk­ti­ve und kri­ti­sche Dis­kus­si­on. Es war aber genau­so span­nend für uns: Wir hat­ten schon ein wenig Respekt davor, unse­re «unfer­ti­gen» und stra­te­gisch so rele­van­ten Über­le­gun­gen direkt mit unse­ren Kun­den zu bespre­chen. Aber ihr Input erwies sich als über­aus nutz­brin­gend. Wir wer­den dies in Zukunft noch viel mehr tun.

Andrea: Glenn, wie habt ihr im Pro­jekt die Balan­ce gehal­ten zwi­schen Zukunfts­trends und Rea­li­tät? Wie erkennt man rele­van­te künf­ti­ge Kun­den­be­dürf­nis­se?

Glenn: Die gän­gi­gen, für eine regio­nal täti­ge Bank rele­van­ten Trends waren die Grund­la­ge. Dar­auf auf­bau­end schau­ten wir uns die Kun­den in 3 Jah­ren an und ver­setz­ten uns in ihre Lage. Wir lei­te­ten dann mög­li­che Dienst­leis­tun­gen und Stoss­rich­tun­gen ab und kon­kre­ti­sier­ten die­se so ein­deu­tig wie mög­lich: Wie sieht die Web­site in 5 Jah­ren aus? Wie ver­läuft ein Bera­tungs­ge­spräch? Wie sieht die Erfolgs­rech­nung und der Geschäfts­be­richt aus, wenn die neu­en Ange­bo­te im Markt sind?
Und vie­le der Ideen und Kon­zep­te, die auf dem Busi­ness Modell Can­vas ganz gut tönen, sind dann plötz­lich nicht mehr so pri­ckelnd. Den umge­kehr­te Fall gab es natür­lich auch. Lang­wei­li­ges wur­de inter­es­sant.

San­dro: Danach war es aber noch nicht fer­tig. Die neu­en Kon­zep­te muss­ten mit dem Bestehen­den und auch den vor­han­de­nen Res­sour­cen zusam­men­ge­bracht wer­den: Wel­che Aus­wir­kun­gen hat dies auf unse­re Posi­tio­nie­rung? Wie ver­or­ten wir es in unse­rer Geschäfts­po­li­tik? Wie set­zen wir die neu­en Initia­ti­ven in Rela­ti­on zu den bestehen­den Pro­jek­ten? Auch da waren wir froh um die kom­pe­ten­te und prag­ma­ti­sche Beglei­tung durch Glenn.

Andrea: Ihr habt nun eine neue Stra­te­gie. Wo siehst du die Bank Thal­wil in 3 Jah­ren?

San­dro: In 3 Jah­ren wird die Bank Thal­wil Genos­sen­schaft einer­seits immer noch das klas­si­sche Geschäft einer Uni­ver­sal­bank in der Regi­on Zim­mer­berg betrei­ben. Zusätz­lich wird sie aber wei­te­re Dienst­leis­tun­gen für bestimm­te Per­so­nen­grup­pen anbie­ten und dafür moderns­te Tech­no­lo­gien ein­set­zen. Sie wird wei­te­re Fort­schrit­te in der effi­zi­en­ten Abwick­lung von Pro­zes­sen sowie der Kun­den­ori­en­tie­rung gemacht haben. Dies alles natür­lich, indem wir unse­rer DNA als Bank­wer­ker treu blei­ben und uns so auch von Mit­be­wer­bern dif­fe­ren­zie­ren.

Bank Thal­wil Genos­sen­schaft
Die Bank Thal­wil, gegrün­det 1841, ist eine vor­wie­gend regio­nal täti­ge Bank mit Haupt­sitz in Thal­wil und Geschäfts­stel­len in Kilch­berg, Adlis­wil und Lang­nau am Albis. Sie bie­tet ihren Kun­din­nen und Kun­den alle gän­gi­gen Bank­ge­schäf­te zu vor­teil­haf­ten Kon­di­tio­nen an. Als Genos­sen­schaft fühlt sich die Bank Thal­wil dem Wohl der Anteils­eig­ner spe­zi­ell ver­pflich­tet. Die Kund­schaft – vie­le davon Genos­sen­schafts­mit­glie­der – schät­zen die Vor­tei­le einer kun­den­na­hen Bank, bei der die per­sön­li­che Bera­tung im Vor­der­grund steht.

Stimmt AG
Seit 1998 unter­stüt­zen wir mit unse­rer Exper­ti­se unse­re Kli­en­ten dabei, sich durch posi­ti­ve Kun­den­er­leb­nis­se zu dif­fe­ren­zie­ren. Wir bedie­nen uns dabei vir­tu­os aus den Werk­zeug­käs­ten von Cus­to­mer Expe­ri­ence Manage­ment, Design Thin­king, User Cen­te­red Design und mehr.

Ihr Ansprechpartner für Fragen und weitere Informationen:

Andrea Hintermüller
andrea.hintermueller@stimmt.ch
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